RETURN TO MAKING.
Als ich Leim & Falz gegründet habe, war für mich von Anfang an das Machen selbst ein wichtiger Teil davon. Ich wollte den Prozess wirklich selbst erleben. Papier auswählen, zuschneiden, falzen, kleben, ausprobieren und manchmal feststellen, dass etwas noch nicht richtig ist und wieder von vorne beginnen.
Ich mag diese Art zu arbeiten. Die Zeit am Arbeitstisch, das Papier vor mir und den Moment, in dem aus einzelnen Teilen langsam etwas Ganzes wird.
Es ist eine langsame Art zu arbeiten. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich sie so mag.
Denn wenn vieles schneller, digitaler und unmittelbarer wird, fühlt es sich besonders gut an, sich Zeit für etwas zu nehmen. Etwas anzufassen. Etwas zu verändern. Etwas selbst entstehen zu lassen.
Return to Making bedeutet für mich deshalb vor allem, mir diese Zeit wieder zu nehmen.
RETURN TO PAPER.
Und dabei führt für mich immer alles zurück zum Papier.
Ich kann ziemlich viel Zeit damit verbringen, das richtige Papier für eine Idee zu finden. Wie schwer soll es sein? Wie fühlt es sich an? Wie verhält es sich beim Falzen? Wie nimmt es einen Stift auf?
Für mich sind das keine nebensächlichen Fragen. Papier entscheidet ganz wesentlich darüber, wie sich ein fertiges Stück anfühlt.
Deshalb ist Papier für mich nicht einfach ein Material oder eine Oberfläche, auf der etwas entsteht. Es ist ein Teil des Produkts selbst.
Ich mag seine unterschiedlichen Gewichte und Oberflächen, seine Haptik und die kleinen Eigenheiten, die man vielleicht erst bemerkt, wenn man einen Gegenstand tatsächlich in der Hand hält.
Return to Paper bedeutet für mich, genau diese Aufmerksamkeit wieder auf das Material selbst zu richten.
RETURN TO WRITING.
Und am Ende ist da die leere Seite.
Dieser kleine Moment, bevor etwas darauf entsteht.
Ein Gedanke, eine Liste, eine Zeichnung oder nur ein einzelner Satz. In einer Zeit, in der wir vieles schnell auf dem Telefon festhalten, möchte ich Dinge schaffen, die dazu einladen, wieder einen Stift in die Hand zu nehmen und sich ein wenig mehr Zeit zu lassen.
Denn genau dafür mache ich Papeterie.
Nicht, um möglichst viele Dinge zu haben, sondern um Raum für die eigenen Gedanken zu schaffen.
Ein Stück Papier kann zunächst ganz unscheinbar sein. Erst wenn jemand darauf schreibt, zeichnet, plant oder etwas festhält, wird es zu etwas Eigenem.
Return to Writing bedeutet für mich deshalb, diesen einfachen Moment wieder wichtig zu nehmen: eine leere Seite und einen Stift – und einfach anzufangen.
Ich fertige meine Produkte in kleinen Mengen und mit viel Aufmerksamkeit für das Material und die Details. Dabei geht es mir nicht um industrielle Masse. Mich interessiert der Prozess selbst – und das Gefühl, am Ende etwas in den Händen zu halten, das vorher nur eine Idee war.
Ich möchte Dinge machen, die schlicht sind, sich gut anfühlen und Raum für das lassen, was du daraus machst.
Das ist Leim & Falz.
